Buen Vivir - gut zusammen leben

Die Rechte Der Mutter Erde und die integrale Entwicklung für das

“Buen Vivir”

22. April- Internationaler Tag der Mutter Erde

Wesentlicher Bestandteil der Erziehung im C.I.M.E.T ist es, den Kindern den bewussten Umgang mit der Natur beizubringen In Bolivien hat sich dafür in den letzten Jahren der Begriff "Buen vivir" etabliert, "Gutes Leben" - Leben im Einklang mit Mensch und Natur. Nicht auch deshalb verfügt ja das C.I.M.E.T über eine Treibhaus. Aussaht, Ernte, Mahlzeit - der Kreislauf wird den Kindern bewusst beigebracht.

Das Mutter Erde Gesetz, die integrale Entwicklung, die neue Verfassung und das Konzept des “Buen Vivir” waren die zentralen Punkte des Referates von Botschafterin Elizabeth Salguero Carrillo bei der Veranstaltung, die der “Verband für internationale Politik und Völkerrecht” im April 2014 in Berlin organisiert hatte. Bei dem Event wurde von offizieller Seite aus “über die aktuelle nationale und internationale Politik des Plurinationalen Staates Bolivien" informiert, wie es im Einladungsschreiben zu der Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt hieß.

Wir dokumentieren hier das Referat der Botschafterin:

Vor 5 Jahren erklärten die Vereinten Nationen den 22. April zum Internationalen Tag der Mutter Erde. Die Menschen sollen damit an ihre Verpflichtung erinnert werden, den natürlichen Reichtum der Mutter Natur auf dem Planeten zu erhalten und zu respektieren. Die Resolution wurde damals von Präsident Evo Morales eingebracht und einstimmig verabschiedet von den 192 Ländern der Generalversammlung der Vereinten Nationen.
“Buen Vivir” wird auf Deutsch vielleicht am Besten übersetzt mit “Gut Leben” oder in Würde und in Einklang mit der Natur leben”
Fangen wir damit an das Konzept des “Vivir Bien” zu definieren. Es basiert auf der Harmonie zwischen den Menschen und der Natur. Es ist das Gegenteil des kapitalistischen Konzeptes des Egoismus und der Anhäufung von materiellem Reichtum. Die indigenen Völker wollen zum Aufbau einer Welt mit mehr Gerechtigkeit, Inklusion, Ausgeglichenheit, Frieden und Harmonie mit der Natur beitragen, für ein “Buen Vivir” – ein Gut Leben aller Menschen und Völker.

Das Mutter-Erde-Gesetz als neue Vision von Entwicklung, die Wahlen in Bolivien im Oktober 2014, die regionale und internationale Politik in Bündnissen und Allianzen wie ALBA, CELAC und G77+ China der Vereinten Nationen, die Position des Landes zum Thema Klimawandel, die Beziehungen Boliviens zu den USA, die Industriealisierungs-politik und der Transfer von Technologie und Wissen -und natürlich- der angekündigte Deutschland Besuch von Präsident Evo Morales, waren einige der wichtigen Punkte der Fragen und der Diskussion des Publikums mit Botschafterin Salguero.