Das Friedhofskinder-Projekt C.I.M.E.T.

 

C.I.M.E.T. centro integral de los menores trabajador

(Integratives Zentrum für arbeitende Kinder)

 

Entstehung des Projekts

1991 kam Coky, eine Bolivianerin aus Sucre, Bolivien, als diakonische Helferin nach Nürnberg und arbeitete im Lorenzer Laden e.V

(LoLa). Als die damals 30-Jährige 1992 nach Bolivien zurückkehrt, äußerte sie den Wunsch: "Können wir nicht weiterhin zusammenarbeiten?". Der jungen Frau schwebte ein gemeinsames Projekt vor, mit dem die Friedhofskinder in Sucre unterstützt werden könnten. Gesagt, getan. Nach diversen Vorbereitungen startete dort dann 1995 dieregelmäßige Betreuung der Friedhofskinder: Spielen unter Anleitung, Besuche in den Familien, Schulanmeldungen, Hausaufgabenhilfe und vieles mehr.

Direkt neben dem Friedhof entstand die Casa de los Amigos (Haus der Freunde) unter der Bauträgerschaft des Trinitarierordens. Die Einweihung des Hauses war 1997. Seitdem arbeitet ein Team aus Erziehern, Psychologen, Lehrern und einer Köchin in diesem Haus mit und vor allem für die Kinder.

                               

Casa de los Amigos, Haus der Freunde

Trägerschaft Deutschland: Lorenzer Laden / Bolivien:Trinitarier

 

Inzwischen hat sich das Projekt zu einer festen Instanz entwickelt. Die Boliviengruppe, die ausschließlich ehrenamtlich arbeitet, gehört zum Lorenzer Laden e.V. (http://www.lorenzerladen.de) Der LoLa arbeitet in 4 Bereichen: Eine-Welt-Laden, Innenstadt-Café, ökumenische Basisgemeinde, Boliviengruppe. Zur Boliviengruppe gehören im Moment: Dr. Gisela Hörner, Mechthild Holzapfel, Maria Kunzelmann, Christopher Lennert, Phöbe und Wolf Schneider, Margit Schoisengeier und Jörg Wolfrum.                                 

Wichtige Entscheidungen werden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Leiter des Trinitariarordens in Biolivien getroffen. Zuständig sind wir auch für die Mahlzeiten der Kinder, die medizinische Betreuung, Materialkosten der Aktivitäten und die Gehälter der Angestellten.

In Bolivien werden die pädagogische und organisatorische Aufsicht und die Verwaltung der gesendeten Finanzmittel vom katholischen Trinitarierorden übernommen. Dieser (Deutsch für Trinitarierorden: Orden der Dreieinigkeit) wurde 1198 gegründet. Die Gründungsidee lag im Freikauf und Austausch christlicher Gefangener und Sklaven. Heute leben ca. 600 Trinitarier in 17 Ländern und bemühen sich im Sinne der Gründer gesellschaftlichen Randgruppen ein Begleiter zu sein. In Sucre und Umgeben betreuen die Trinitarier insgesamt 6 Projekte. Unser direkte Ansprechpartner in Sucre ist derzeit Hermano Milton, Pater des Trinitarierordens.

 

Das Projekt C.I.M.E.T.

"Und wie viel ist jetzt 7 x 8, Marco?" Es braucht schon sehr viel Mühe bis der Achtjährige endlich ­begriffen hat, dass 7 x 8 heute nicht 52 ist. Auch in Bolivien ist Bildung der einzige Ausweg aus Armut und Perspektivlosigkeit. Die einzige Chance, einen Weg in die Zukunft zu finden. Die Boliviengruppe des Lorenzer Ladens bemüht sich seit 1997, den Menschen dort auf diesem Weg zu helfen. Vor allem den Kindern Chancen für ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen.

Das C.I.M.E.T., centro integral de los menores trabajador, so heißt das Projekt in Sucre, liegt in unmittelbarer Nähe des Friedhofs.