Aktuelles

Um eine Nation zu heilen, muss man

ihre Kinder füttern und bilden (Nelson Mandela)

 

 

 

 

 

 

Jahresbericht der Boliviengruppe des Lorenzer Ladens

 

Ein spannendes Jahr liegt hinter uns, voller Höhen und Tiefen – eigentlich wie jedes Jahr.

Erfreulich war, dass fast alle Angestellten vom CIMET ihre Arbeit fortsetzen konnten. Zur Zeit beschäftigen wir im CIMET: eine Leiterin „directore“ genannt; zwei Sozialarbeiter, vergleichbar mit Streetworker; eine Erzieherin und eine Köchin. Hinzu kommt natürlich noch ein Freiwilliger (jeweils für ein Jahr) aus Deutschland.

Von Doñia Esperanza mussten wir uns leider trennen. Sie putzte die Räume, half in der Küche und sie konnte auch im CIMET wohnen. Trotz vieler Ermahnungen wurde ihre Tätigkeit unzumutbar, sodass ihr leider gekündigt werden musste. Mit einer Abfindung war sie nicht zufrieden und lässt es nun auf einen Rechtsstreit ankommen, worüber wir sehr traurig und enttäuscht sind.

Sehr erfreulich ist es, dass das Stipendienprojekt für neun Jugendliche sehr erfolgreich ist. Jede und jeder bekommt eine finanzielle Unterstützung von ca. € 30,-- monatlich und verpflichtet sich dafür, stundenweise im Projekt mitzuarbeiten.

Willy Milton Cruz, er ist für das CIMET für alle Belange zuständig, ist am 20. Mai zum Priester geweiht worden. Eine Mitarbeiterin der Boliviengruppe, Maria Kunzelmann, sie ist als Entwicklungshelferin zur Zeit in Peru tätig, war bei allen Feierlichkeiten dabei. Den Berichten nach zu schliessen, war es ein sehr eindrucksvolles Fest.

Nach einer langen Trockenheit in Bolivien, hat sich der Himmel geöffnet und Unmengen von Regen auf Sucre ausgeschüttet. Das Haus von Isabel, einer ehemaligen Mitarbeiterin, wurde knietief überschwemmt. Hinter der Hütte von unserer Köchin Agustina, musste eine Mauer errichtet werden, damit das Wasser nicht die Hütte wegschwemmt. „Man ist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“ und so haben wir aus privaten Mitteln Agustina und Isabel unterstützt.

Hinter dem Haus der Freunde, dem CIMET, konnte ein Gewächshaus errichtet werden. Die Kinder sind seither eifrig dabei zu sähen, zu giessen und schliesslich auch zu ernten. Finanziert wurde das Gewächshaus von Firmen aus Sucre.

Im Juni kündigte sich bei uns hoher Besuch an. Der amtierende Bischof Picci aus Sucre, er war gerade in Deutschland, wollte die Boliviengruppe aus Nürnberg kennen lernen, da es in Sucre bekannt ist, dass wir sehr gute Arbeit leisten. Bei einem gemütlichen Abendessen in privaten Räumen, konnten wir viel über seine und er natürlich auch über unsere Arbeit, erfahren.

Schon immer wollten wir, wie es in den Anfangszeiten vom CIMET der Fall war, dass es wieder eine Musikgruppe gibt. Nun hat sich ein Spender gefunden, der unsere Vision mitträgt, sodass dieses Projekt wieder realisiert werden kann. Ein Musiklehrer konnte gefunden werde und die nötigen Instrumente wurden bereits gekauft.

Bolivianische Musik beschäftigt uns gleichermassen hier in Nürnberg.

Im April 2018 kommt die Gruppe Los Masis aus Sucre nach Deutschland und spielt in diversen Städten. Im April werden sie mit einer Quechua-Liturgie den LoLa-Gottesdienst bereichern. Ausserdem organisieren wir für die Gruppe ein Konzert in Nürnberg.

Danke all denen, die uns immer wieder unterstützen. Ohne Ihre Spenden, und ohne die Einnahmen an der Krippe während der Adventszeit in der Lorenzkirche, würde das Leben von derzeit ca. 80 Kinder ganz sicher anders verlaufen.

Margit Schoisengeier, Mitarbeiterin der Boliviengruppe

November 2017